Das gewöhnliche Pfaffenhütchen fällt im Sommer eher in die Kategorie „komplett unauffällig“. Die Blüten sind kleine, grünlich-weiße Kügelchen, die zwischen den Blättern kaum auffallen. Aus diesem Grund habe ich diesen Strauch wohl auch noch nie im Frühling oder Sommer fotografiert, obwohl er hier in der Gegend reichlich wächst. Man läuft leicht daran vorbei. Im Herbst ändert sich das.

Wenn sich die Pinkfarbenen Fruchtkapseln öffnen, geben sie den Blick auf die orangefarbenen Samen frei. Ein Farbkontrast, der zwischen dem grünen Laub nicht zu übersehen ist.

Seinen Namen verdankt die Pflanze der Form seiner Früchte. Die pinkfarbenen Fruchtkapseln erinnern an ein Birett, eine traditionelle viereckige Kopfbedeckung katholischer Geistlicher.

Auch das Wort „Pfaffe“ hat eine interessante Geschichte. Ursprünglich war es eine ehrende Bezeichnung für Geistliche. Im Laufe der Zeit, auch im Zuge der Reformation, wandelte sich seine Bedeutung. Heute wird der Begriff meist spöttisch oder abwertend für katholische Geistliche verwendet.



Pingback: „Das Pfaffenhütchen“/ „Richards Fotowelt“ – Brücke 13 LEIT-SÄTZE
Schön!
Ich habe es bei mir angezeigt.
Denk dran ist giftig.