Das Pfaffenhütchen – unscheinbar nur im Sommer

Das gewöhnliche Pfaffenhütchen fällt im Sommer eher in die Kategorie „komplett unauffällig“. Die Blüten sind kleine, grünlich-weiße Kügelchen, die zwischen den Blättern kaum auffallen. Aus diesem Grund habe ich diesen Strauch wohl auch noch nie im Frühling oder Sommer fotografiert, obwohl er hier in der Gegend reichlich wächst. Man läuft leicht daran vorbei. Im Herbst ändert sich das.

Pinkfarbene Fruchtkapseln mit orangefarbenen Samen am gewöhnlichen Pfaffenhütchen zwischen grünen Blättern.
Gewöhnliches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), auch gewöhnlicher Spindelstrauch genannt

Wenn sich die Pinkfarbenen Fruchtkapseln öffnen, geben sie den Blick auf die orangefarbenen Samen frei. Ein Farbkontrast, der zwischen dem grünen Laub nicht zu übersehen ist.

Geöffnete pinkfarbene Fruchtkapsel des gewöhnlichen Pfaffenhütchens mit orangefarbenem Samen zwischen grünen Blättern.

Seinen Namen verdankt die Pflanze der Form seiner Früchte. Die pinkfarbenen Fruchtkapseln erinnern an ein Birett, eine traditionelle viereckige Kopfbedeckung katholischer Geistlicher.

Pinkfarbene Fruchtkapseln des gewöhnlichen Pfaffenhütchens hängen an dünnen Zweigen vor einem unscharfen grünen Hintergrund.

Auch das Wort „Pfaffe“ hat eine interessante Geschichte. Ursprünglich war es eine ehrende Bezeichnung für Geistliche. Im Laufe der Zeit, auch im Zuge der Reformation, wandelte sich seine Bedeutung. Heute wird der Begriff meist spöttisch oder abwertend für katholische Geistliche verwendet.


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3 Kommentare zu „Das Pfaffenhütchen – unscheinbar nur im Sommer“

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