Der Weg war das Ziel – Reichsburg Cochem

An den Dauner Maaren hatten wir Landschaft satt. Und damit wir sie nicht irgendwann satt hatten, fuhren wir in die Stadt. Von Daun aus gibt es eine direkte Busverbindung nach Cochem an der Mosel. Vom Busbahnhof Cochem sehen wir unser nächstes Ziel, die Reichsburg.

Blick vom Busbahnhof in Cochem zur Reichsburg auf dem Hügel über der Stadt.
Der erste Kontakt: Die Burg wirkt von hier wie ein Miniaturmodell
Enge Gasse in der Altstadt von Cochem mit Fachwerkhäusern und einem Bus im Hintergrund.
„Durch diese Hohle Gasse muss er kommen“

Zu Fuß dauert der Weg dorthin ungefähr 45 Minuten. Bequemer geht es mit einem Shuttlebus, der direkt neben dem Busbahnhof abfährt. Und diese Fahrt war schon mal der erste Höhepunkt bei diesem Besuch.

Die Busse manövrieren zunächst durch die engen Gassen der Altstadt, „Passt nicht“ gibt es hier nicht. Und als wäre das nicht schon anspruchsvoll genug, teilen sie sich den knappen Platz auch noch mit zahlreichen Fußgängern.

Wenn dieses Stück geschafft ist, geht es auf einer steilen Straße Richtung Burg. Damit es auch hier nicht zu leicht wird, ist diese Straße nur unwesentlich breiter als der Bus. Zur rechten Seite gibt es nichts, was die Sicht behindert. Allerdings auch nichts, das den Bus vor dem Abhang bremsen könnte – also während der Fahrt nicht den Fahrer erschrecken.

Jedenfalls wurden wir wohlbehalten an der Burg ausgeladen. Der Name Reichsburg geht übrigens darauf zurück, dass es um die Burg einen Erbstreit gab. Und zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. Der lachende Dritte war in diesem Fall das Heilige Römische Reich. Seit 1151 gehörte die Burg dem Reich – daher der Name Reichsburg.

Hoch über dem Moseltal wacht die Reichsburg über Cochem

Wir hatten vor, die Burg von innen zu besichtigen. Das ist allerdings nur mit geführten Touren möglich. Da standen wir als am Burgtor und mussten feststellen, dass es bis zur nächsten Führung eine gute Stunde dauern würde. Das Thermometer zeigte inzwischen 30 Grad und es gab dort oben kein schattiges Fleckchen, weshalb wir entschieden, auf die Besichtigung zu verzichten. Stattdessen beschlossen wir, die Burg von außen zu bestaunen. Ein Weg führt von hier aus zurück in die Altstadt. Und der sah von hier so aus, als würde er überwiegend im Schatten liegen.

Eingangstor der Reichsburg Cochem mit steiler Zufahrt und mittelalterlicher Toranlage.
Kein Brunnen vor dem Tore, auch kein Lindenbaum

Es dürfte der gleiche Weg sein, den man von der Altstadt aus nimmt, wenn man zu Fuß zur Burg möchte. Bergab läuft es sich angenehm, in der anderen Richtung vermutlich deutlich anstrengender. Dafür gibt es unterwegs immer wieder schöne Außenansichten der Burg.

bergfried-reichsburg-cochem
Bergfried der Reichsburg Cochem mit dem Christophorus-Mosaik an der Außenwand.

Das Mosaik auf dem Bergfried zeigt den heiligen Christopherus, den Schutzheiligen der örtlichen Busfahrer aller Reisenden.

Die Reichsburg Cochem erhebt sich über den Weinbergen an der Mosel.
Ein Häuschen im Grünen

Neben schönen Außenansichten der Burg gibt es hier immer wieder schattige Grünanlagen und Plätze zum Ausruhen.

Schmaler gepflasterter Weg durch den schattigen Wald unterhalb der Reichsburg Cochem.

Und wundervolle Aussichten über die Stadt Cochem und die Mosellandschaft.

Panoramablick von der Reichsburg auf Cochem und die Mosel mit Weinbergen und Brücken.
Postkarte von der Mosel
Schmale Gasse mit historischen Häusern in der Altstadt von Cochem.

Und schließlich erreichen wir wieder die Stadt.

Geplant war eigentlich ein Führung durch die Innenräume der Reichsburg. Im Nachhinein war es gar nicht schlimm, dass daraus nichts wurde, der Rückweg war ein mindestens genau so schönes Ziel.



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4 Kommentare zu „Der Weg war das Ziel – Reichsburg Cochem“

  1. Pingback: „Der Weg war das Ziel – Reichsburg Cochem“/ „Richards Fotowelt“ – Brücke 13 LEIT-SÄTZE

  2. Ach Guck, mein Jüngster ist gerade zurück aus Cochem. Die Studenten von seinem Amt waren für eine Nacht dort, inklusive Burgbesichtigung, Schiffstour und Geldbunker.

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