Das Flinthörn liegt am südwestlichen Ende von Langeoog. Das Gebiet steht bereits seit 1963 unter Naturschutz und der einzige Weg, auf dem es betreten werden darf, ist der rund 1,5 Kilometer lange Naturpfad, an dessen Ende es eine Aussichtsplattform steht.
Die Entstehung dieser Dünenlandschaft ist die Folge einer Naturkatastrophe. Eine Sturmflut verursachte im Jahr 1825 von den Niederlanden bis nach Dänemark schwere Schäden an der Nordseeküste. Dabei wurde auf das östliche Dorf auf der Nachbarinsel Baltrum zerstört. Dessen Trümmer wurden am Flinthörn auf Langeoog angespült. An diesem Hindernis konnte sich Flugsand ablagern – damit begann die Bildung der ersten Dünen.

Eingerichtet wurde der Naturpfad im Jahr 1999, um Besuchern zu ermöglichen, diese einzigartige Landschaft zu erleben. Das Gebiet ist Heimat für Zahlreiche Pflanzen und verschiedene Vogelarten. Auf Infotafeln entlang des Weges kann man allerhand über Flora und Fauna erfahren.

Zusätzlich zur Landschaft ist auch der Duft hier besonders. Meeresluft mischt sich mit dem Aroma von Wildblumen und Kräutern. Ein Weg für alle Sinne.
Hier sieht man schön, dass Dünen verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen. Mit der Zeit verändert sich auch die Vegetation – und bringt dabei erstaunlich viele verschiedene Grüntöne hervor.


Neben einzelnen Bäumen wächst hier in großen Mengen die Kartoffelrose. Blüten und reife Hagebutten gemeinsam an den Büschen – Sommer und Herbst zeitgleich.
Mehrere Jahreszeiten zeitgleich kann Langeoog übrigens ausgezeichnet. Wir kommen an der Aussichtsplattform an. Eben noch warmes Sommerwetter, wechselt es schnell zu dichten Wolken und starkem Wind. Kurz darauf wird es dann wieder sommerlich mit strahlendem Sonnenschein. Gern kommen dann auch mal Regenschauer hinzu. Sozusagen dauerhaftes Aprilwetter.

Wenige Minuten später sind wir auf dem Aussichtspunkt und das Wetter wechselt wieder Richtung Sommer. Auch auf der Plattform gibt es Infotafeln zurm Naturschutzgebiet Flinthörn und dem Wattenmeer.

Außerdem gibt es hier ein Fernrohr. Das Besondere an diesem ist, dass man keine Münzen einwerfen muss, es steht kostenlos zur Verfügung. Wer durchschaut sieht unter anderem das Ostende der Nachbarinsel Baltrum. Dort drüben stand das Dorf, dessen Reste sozusagen der Grundstein für die Dünenlandschaft am Flinthörn waren.

Wir machen uns auf den Rückweg. Eine weitere typische Dünenpflanze habe ich hier noch gar nicht gezeigt: Der Sanddorn wächst auch hier in großen Mengen. Die leuchtenden Beeren der „Zitronen des Nordens“ sind schöne Farbtupfer in der Landschaft.
Den Beinamen „Zitronen des Nordens“ bekam der Sanddorn wegen seines hohen Gehalts an Vitamin C- Der liegt deutlich über dem der Zitrusfrüchte. Ich habe es selbst noch nicht probiert, aber roh verzehrt soll Sanddorn der Zitrone auch beim sauren Geschmack wohl mindestens ebenbürtig sein.
Besonders hübsch sind auch sind auch die Blüten des Wald-Geißblatts, das nicht nur hier im Flinthörn, sondern auf der gesamten Insel reichlich vorkommt.

Wir sind am Ende des Pfades und kommen zu dem Schluss: Bei einem Besuch auf Langeoog sollte man sich den Naturpfad Flinthörn auf jeden Fall ansehen. Wir waren Ende August dort. Ich kann mir aber vorstellen, dass diese Landschaft zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist.

In diesem Beitrag hier habe ich die Nachbarinsel Baltrum erwähnt. Dort waren wir einmal zu einem Tagesausflug —>









Eine schöne ruhige Landschaft mit vielen Detailaufnahmen. Danke!
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Ich habe es bei mir angezeigt.
Nous sommes au milieu du paysage avec toi, grâce à tes magnifiques photos. Merci
Wir sind mit Ihnen mitten in der Landschaft, dank Ihrer schönen Fotos.
Danke sehr 😊