Neu aufbereitet:
Diesen Beitrag aus dem Jahr 2023 habe ich überarbeitet. Die Bilder wurden für schnellere Ladezeiten optimiert und neue Aufnahmen hinzugefügt. Auch den Text habe ich überarbeitet. Viel Spaß beim (Neu-)Entdecken.
Das Naturschutzgebiet Kiebitzwiese in Fröndenberg ist eine offene Auenlandschaft. Sie bietet den Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Pflanzenarten. Wanderwege führen entlang der abgesperrten Flächen. Um zu verhindern, dass die Flächen wieder zu Buschland und später zu Wald werden, müssen sie beweidet werden. Dafür wird hier auch eine Herde Heckrinder eingesetzt. Meist sieht man die Tiere von Aussichtspunkten in einiger Entfernung friedlich grasen.

Die Tiere leben ganzjährig frei in diesem Gebiet. Gelegentlich werden sie auch im Bereich der Besucherwege zur Landschaftspflege eingesetzt. So hatte ich bei einem Spaziergang die Gelegenheit, sie aus der Nähe zu beobachten. Die Herde hatte mich natürlich auch bemerkt und beobachtete mich anfangs sehr aufmerksam, wohl auch weil sie Kälber hatte.

Dieser Bulle war wohl der Chef hier. Sein Blick lieferte einen starken Anreiz, einen gewissen Abstand eizuhalten. Das bisschen Drahtzaun, das man auf dem Bild sieht, ist übrigens kein Elektrozaun und die einzige Trennung zwischen dem ausgewiesenem Weg und der Herde. Zu lange sollte man den direkten Blickkontakt nicht aufrechterhalten. Rinder mögen keinen längeren direkten Blickkontakt. Auch schnelle Bewegungen sollte man vermeiden. Also langsam etwas weiter gehen und den Rest der Truppe betrachten.

Die Tiere verlieren aber recht bald das Interesse an dem Kerl mit der Kamera und machen einfach weiter mit dem, was Rinder so machen. Gemütlich grasen, Fliegen verscheuchen und das Grasland düngen. Und sich um den Nachwuchs kümmern.

Heckrinder sind eine besondere Zuchtlinie des Hausrinds. Sie entstanden aus dem Versuch, dem längst ausgestorbenen Auerochsen durch die Kreuzung verschiedener Hausrinderrassen möglichst nahe zu kommen. Mit ihrer kräftigen Statur und den ausgeprägten Hörnern erinnern sie an den ursprünglichen Wildrindtyp.

Heckrinder gelten als besonders widerstandsfähig und genügsam und kommen auch mit niedrigen Temperaturen gut zurecht. Deshalb eignen sie sich für die ganzjährige Beweidung von Naturschutzflächen.

Nach einem letzten Blick auf die Tiere gehe ich weiter und mache weiter mit dem, was Hobbyfotografen so machen.
Wenn man nicht grad Tiere beobachten möchte kann an der Kiebitzwiese auch einfach die Landschaft genießen, so wie an diesem Winterabend —>
Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet „Kiebitzwiese“ findet Du unter folgendem Link: Biologische Station Kreis Unna —>



Herrliche Aufnahmen der wunderschönen Tiere!
VG
Keine Sorge, wenn nicht gerade ein kläffender Hund es auf die Kälber abgesehen hat, sind die ganz sicher stallzahm und du könntest die einfach vor dir hertreiben. Und ich gehe mal davon aus, dass es ein Stromzaun war. Aber auch bei aller Vorsicht sind dir schöne Bilder gelungen.
Es war kein Stromzaun, aber die Tiere sind wohl recht friedlich. Näher ran wäre aber keine gute Idee gewesen, weil sie Kälber dabei hatten.
Das sind tolle Bilder! Diese Rinder haben ungewöhnliche Fellfarben, dieses Schwarzbraun gefällt mir gut. Ich glaube nicht, dass die Herde wirklich gefährlich ist, sonst würde man da keine Spazierwege hindurchführen. Aber vor dem Bullen kann man schon Respekt bekommen.
Liebe Grüße – Elke
Der Bulle hat halt auf die Kühe mit ihren Kälbern aufgepasst, da hält man dann besser Abstand.
Praechtige Bilder sind Dir da gelungen, lieber Richard, von ebenso praechtigen Tieren! Ob sie wirklich so gefaehrlich sind? Natuerlich bin ich denen noch nie nahgekommen, wohl aber war ich schon einmal fuer Fotos und Videos inmitten einer Herde von Longhorns, die mit ihren maechtigen Hoernern ja wahnsinnig gefaehrlich aussehen, im Grunde aber ganz harmlos sind.
https://pitsfritztownnews.wpcomstaging.com/2014/09/29/longhorns/
Liebe Gruesse aus dem Land der Longhorns,
Pit
Danke Pit. Ob die Tiere wirklich harmlos sind, wollte ich nicht ausprobieren, der Blick des Bullen sagte mir, dass die nicht kuscheln wollten ?
An die Longhorns haette ich mich auch nicht getraut, wenn nicht die Besitzer dabei gewesen waeren und mir versichert haetten, dass sie ganz friedlich seien. Sie haben mich nur gewarnt, auf die Hoerner aufzupassen, denn wenn die Viecher einmal schnell den Kopf schuetteln, um z.B. Fliegen abzuschuetteln, dann denken sie nicht an Menschen in ihrer Umgebung. Dem Mann der Besitzerin haben sie dabei einmal die Wange so aufgeschlitzt, dass er 47 (!!) Stiche brauchte.
Ein wunderschönes Weideprojekt und was für wunderschöne Rinder. Bei uns kommen meist schottische Highlander zum Einsatz. Es ist immer ratsam, diesen Rindern nicht in die Quere zu kommen. Ich gebe ihnen immer den Raum, den sie verdienen, und einem Menschen oder Tier direkt in die Augen zu schauen, wirkt immer wie eine unverkennbare Herausforderung.
Sehr schöne Tiere, toll „eingefangen“.
Grüße
Matthias
Sehr schöne Bilder. LG
Salü Richard,
wunderschöne und süsse Aufnahmen dieser Rinder.
Lieber Gruss Claudia
Hallo Richard,
fotogen sind sie ja, wie deine Bilder beweisen. Gleichzeitig sind sie auch gefährlich, weil viele Leute nicht mit ihnen umzugehen wissen. Wie du in deinem Artikel schreibst, gibt es einige Grundvoraussetzungen die zu beachten sind. Mit den Tieren ist nicht immer gut Kirschen essen.
Solche Projekte zur Landschaftspflege gibt es auch mehrere in der Pfalz. Der Erfolg gibt den Projekten Recht, denn die Verbuschung der Landschaft wird so gestoppt.
(s. auch hier:https://gsharald4dotcom.wordpress.com/2023/01/19/wanderung-auf-dem-burgunderweg/)
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Harald
???
Pingback: „Heckrinder als Landschaftspflege…“/ „Richards Fotowelt“ – Brücke 13 LEIT-SÄTZE
Schön.
Ich habe es bei mir angezeigt.
Sehr schöne Bilder konntest du machen, obwohl du unter Beobachtung standest. Grins…
Danke sehr. Ich hatte mich damals zwischenzeitlich auch gefragt, wer da eigentlich wen beobachtet 😁
Hallo Richard,
das sind sehr schön gezeichnete Rinder. Und dann noch das süsse kleine.
So wie Du schreibst, scheint der Bulle wirklich zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter.
Ich finde es echt schöne die Mischung mit den brauntönen welche sie haben.
Und Deine Aufnahmen sind toll. Solche Rinder sind immer sehr schöne Motive.
Ich habe noch nie solche Heckrinder gesehen.
Danke fürs zeigen.
Liebe Grüsse Claudia